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die 5 wichtigsten To Do´s als Hochzeitsfotografin

Im Laufe meiner Tätigkeit als Fotografin habe ich einiges gelernt und das möchte ich mit euch teilen. Ich wünschte mir, ich hätte vieles davon zu Anfang schon gewusst, weshalb das sicher für angehende Fotografen*innen besonders interessant ist.
Hier meine wichtigsten Erkenntnisse der DO´s & Don´ts als Fotograf*in bei Hochzeiten

1. Trage den Tages-Ablauf bei dir
Als Fotografin und besonders bei Hochzeiten muss ich so vieles beachten und gleichzeitig im Kopf haben, da bin ich froh, wenn ich mir nicht die Zeiten merken muss. Deshalb trage ich sie immer bei mir, kann jederzeit nachschauen und weiß auch, wann ich somit wo stehen muss um die besten Motive einzufangen! Womit wir gleich zum zweiten Punkt kommen.

2. Sei pünktlich!
Ich bin oft schon eine Stunde früher vor Ort um mich umzusehen, meine Kamera vorzubereiten und die Location für die Feierlichkeiten zu begutachten. Wie sind die Lichtsituationen in der Kirche? Wo kann ich stehen? Hierbei kann ich schon erste Eindrücke festhalten was im Zuge einer Reportage auch wirklich Sinn macht. Und nicht nur ich habe Zeit anzukommen sondern kann auch die Gäste beim ankommen fotografieren. Hierbei entstehen oft sehr schöne Bilder von Begrüßungen.

3. Schick aber bequem
Die richtigen Schuhe für eine Dienstleisterin auf einer Hochzeit zu finden ist gar nicht so einfach. Meistens bin ich über 10 Stunden auf den Beinen, deshalb sollten die Schuhe auf jeden Fall bequem sein. Dennoch müssen sie gut aussehen.
Hierbei greife ich immer gerne auf meine schwarzen Budapester zurück. Die passen zu allem aber vor allem zu mir.

4. lass dich inspirieren!
Ich schaue mir vor einem Job immer Bilder von anderen Fotografen*innen an. Nicht um zu kopieren aber um mich inspirieren zu lassen.
Welche Motive funktionieren gut? Was für Möglichkeiten gibt es einen Brautstrauss zu fotografieren? Welche schönen Ideen gibt es für die Trautzeugen? Hierbei kann ich Motive vor meinem geistigen Auge sammeln, auf die ich notfalls zurück greifen kann. Das gibt mir Sicherheit und dadurch Souveränität auch in einer stressigen Situation schnell reagieren zu können.

5. Sprechen, sprechen, sprechen!
Aber bitte vor der Hochzeit! Es ist super wichtig mit seinen Kunden*innen vorab zu sprechen. Wir alle haben Bilder in unseren Köpfen, beschreiben die aber ganz unterschiedlich. Deshalb macht es Sinn, sich auch von dem Brautpaar vorab Bilder zeigen zu lassen, die ihnen gefallen oder nicht gefallen und darüber ausgiebig zu sprechen. Dann weiß das Brautpaar, dass ich auf ihre Wünsche Rücksicht nehmen werde und ich weiß, dass mir das Paar auch vertraut. Denn letztlich wollen wir alle am Ende des Abends zufrieden sein.

Warum sind Hochzeitsfotos so teuer?

Ja ich weiß, die Preise für eine Hochzeitsreportage können einem hoch vorkommen. Allerdings nur, wenn man nicht weiß, woraus sie sich zusammen sezten. Die Zeit, die die Fotografen*innen vor Ort arbeiten könnte man als die Spitze des Eisberges bezeichnen, womit klar ist, dass der Großteil für den Kunden*in nicht auf Anhieb sichtbar ist.
Deshalb lass mich dir erklären, wie sich die Preise für eine Hochzeitsreportage zusammen setzen!

Die Vorbereitung
Die Vorbereitung kann locker mal einen ganzen Tag in Anspruch nehmen, verteilt sich aber in der Regel auf unterschiedliche Tage über mehrere Wochen. Von der Anfrage über das Vorgespräch bis hin zu meiner eigenen Vorbereitung der Technik. Diese Arbeitszeit steht aber selten auf der Rechnung.

Die Anfahrt
Bei der Anfahrt berechne ich meist nur das Auto plus Tank. Hierbei werden die Fahrtzeit meist nicht mitberechnet. Diese Arbeitszeit steht ebenso nicht auf der Rechnung.

Fotografie
Eine Hochzeit ist in seiner Vielseitigkeit für den/die Fotografen*in sehr anspruchsvoll und verlangt ein großes Spektrum an Können ab. So kann ich gut auf einzelne Personen eingehen, kann aber auch eine ganze Gruppe fürs Foto zum Lachen bringen. In der Kirche kann ich mich absolut im Hintergrund halten, dennoch alle Seiten beleuchten. Das kann ich, da ich sehr viel Erfahrung gesammelt und über viele Jahre bei verschiedenen Fotografen*innen gelernt habe. Sprich, ihr zahlt auch zum Teil meine vorangegangene Ausbildung. Wie bei allen Spezialisten*innen.

Nachbereitung
Den größte Teil macht jedoch die Nachbereitung aus. Bei einer Hochzeit im speziellen nehme ich sehr viele Fotos auf. Gerade von Gruppen, Kindern und Situationen in Bewegung muss ich auf Nummer sicher gehen. Diese Bilder müssen gesichtet, ausgewählt und bearbeitet werden. Hier sitze ich meist nochmals 2 Tage im Nachgang dran.

Sicherung&Bereitstellung
Auch wenn kaum ein/e Fotograf*in die Sicherung der Daten in Rechnung stellt, könnt ihr davon ausgehen, dass ihr auch noch in drei Jahren nachfragen könnt und die Daten abrufbar sind. Das heißt, ich brauche Festplatten und zum Versand einen Anbieter, der von mir Geld möchte.

Verantwortung&Verlässlichkeit
Wenn ich am Tag eurer Hochzeit einen Fehler mache, hab ich ein riesen Problem. Und das möchte ich nicht. Um das zu vermeiden komme ich mit zwei Kameras, gereinigten und vollgeladenem Equipment an. Hierbei sind meine Vorsorge, Verlässlichkeit und Verantwortung also quasi im Preis inbegriffen.

Ihr seht, es gibt so viele Punkte aus denen sich ein Preis zusammen setzt. Aber keine Sorge, das ist dennoch alles im Rahmen.
Mich machen eher zu niedrige Preise stutzig, denn wenn Jemand von seinem Honorar nicht leben kann, kann das ja nicht professionell sein. Oder?